Barrierefreiheit wird in einer alternden Gesellschaft wie der deutschen immer wichtiger. Jedoch nimmt der Trend zum seniorengerechten Bauen laut einer aktuellen Studie des Marktforschungsinstituts BauInfoConsult (Düsseldorf) ab: Während 2018 jedes dritte Projekt solche Maßnahmen berücksichtigte, sind es momentan nur noch rund 24 Prozent. Besonders beim Eigenheimbau ist dies aber wichtig. Denn wer von Anfang an barrierearm plant, spart im Alter hohe Umbaukosten ein. So ist etwa eine offene Architektur nicht nur modern, sondern reduziert auch die Anzahl an Türschwellen. Hierbei müssen die bestehenden Wände allerdings hohe Lasten tragen, was manche Baustoffe überfordert. Massive Bimssteine hingegen eignen sich aufgrund ihrer baustatischen Qualitäten hervorragend für ein solches Gebäudekonzept.
               

ALLE GENERATIONEN UNTER EINEM DACH

Eine familien- und altersgerechte Lösung ist das Mehrgenerationenhaus. Zum einen spart es Kosten ein, zum anderen hilft es bei der Einbindung der Großeltern in den Alltag. Hierbei ist es ratsam, bereits von Anfang an eine Einliegerwohnung einzuplanen. So schafft man auch für die Älteren einen privaten Wohnraum und kann die günstigen KfW-Kredite für energieeffizientes Bauen gleich doppelt beantragen. „Die entsprechenden Förderstandards sind mit monolithischen Wandaufbauten problemlos erfüllbar“, erläutert KLB-Geschäftsführer Andreas Krechting. „Leichtbetonsteine enthalten den natürlichen Zuschlagstoff Bims. So entsteht ein nachhaltiger Baustoff, der mit seiner porösen Beschaffenheit niedrige Wärmeleitwerte aufweist. Auf diese Weise sparen Bewohner deutlich Energie- und Heizkosten ein. „ Zudem punktet massiver Leichtbeton mit sehr gutem Schallschutz. Dies ermöglicht ein ruhiges Zusammenleben – ohne Einbußen bei der Privatsphäre.

Smart heizen spart Kosten. Foto: z/djd/Rehau
Smart heizen spart Kosten. Foto: z/djd/Rehau

Oft fällt die Entscheidung zum Mehrgenerationenwohnen erst nach dem Bau des Eigenheims. Aber auch hier haben Eigentümer Glück, die mit Bims gebaut haben: Denn der massive Baustoff ermöglicht dank seiner statischen Qualitäten eine nachträgliche Neugestaltung der Zimmer zu mehr Barrierefreiheit. Auch der Ausbau des Keller- oder Dachgeschosses lässt sich damit einfach realisieren.

ÄNDERUNGEN SPÄTER NOCH MÖGLICH

Für das Bauen im Bestand gibt es ebenfalls spezielle Lösungen: Mit lastverteilenden Stürzen ist etwa die Erweiterung von Türen und Durchgängen möglich. Zudem lassen sich Treppenlifte oder Haltegriffe im Bad nachträglich leicht im Bims-Mauerwerk befestigen. Nähere Informationen dazu enthält die Broschüre „Befestigung in Leichtbeton“, die beim Bundesverband unter www.leichtbeton.de erhältlich ist. Weitere Tipps zum barrierefreien Bauen gibt es unter www.klb-klimaleichtblock.de. djd 
                        


Mitgedacht

Die Heizkosten sind im Winter regelmäßig ein großer Posten im Budget von Hausbesitzern. Wer allerdings mit Plan und Bedacht heizt, kann seine Ausgaben senken, ohne auf Wärme verzichten zu müssen. Eine Einzelraumregelung im Heizsystem beispielsweise sorgt in jedem Zimmer für die passende Temperatur zur richtigen Zeit. „Mit smarten Systemen sind Einsparungen von bis zu 20 Prozent möglich“, sagt Albrecht von Truchseß von Rehau. „Denn die sehr genaue und intelligente Regelung verhindert effektiv eine Überversorgung und beugt so Energieverschwendung vor.“ Moderne Heizsysteme können aber noch mehr, als nur individuell einstellbare Wärme zu spenden.

Über kombinierte Heiz-/ Kühlflächen ist es beispielsweise möglich, im Sommer Räume zu kühlen. Zudem binden einige Systeme eine Luftentfeuchtung ein, die für ein besseres Klima zu Hause sorgen kann. Die Einzelraumregelung passt sich automatisch an. djd