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Fachgeschäfte

Bei Schilder geht es steil nach oben

Der Fenster- und Türenspezialist erweitert sein Sortiment

Experten: Dalibor (links) und Leon Kraguljac Foto: Sophia Herzog

15.03.2021

Die Tür ist drei Meter hoch, 1,70 Meter breit, einflüglig und damit ziemlich imposant – und sie zieht bald in die neuen Ausstellungsräume der Firma Schilder, die sich auf Fenster, Türen und Sonnenschutz spezialisiert hat. Die neue Pivot-Tür ist eines von sieben neuen Ausstellungsstücken, mit denen Inhaber Dalibor Kraguljac gerade das Sortiment seines Unternehmens erweitert hat. Aktuell steht nur das Holzgerüst, das die neue Tür bald fassen soll, die Vorfreude ist dem Geschäftsführer aber trotzdem anzusehen. Mit ausgestreckten Armen zeigt er die Dimensionen des Ausstellungsstücks auf und strahlt. „Ein tolles Produkt“, weiß der Fachmann.

Für Qualitätsprodukte steht die Firma Schilder schon seit der Gründung 1990 – das bestätigt auch der Sohn des Inhabers, Leon, der kürzlich als Vollzeitmitarbeiter in das Geschäft seines Vaters eingestiegen ist. Für besonders hochpreisige Exponate hat das Vater-Sohn-Duo jetzt eine eigene Linie eingeführt, inklusive neuer Webseite. Unter dem Namen „Schilder Exklusiv“ vertreiben die Kraguljacs besondere Produkte mit teils ungewöhnlichen Materialien. Neben der großformatigen Pivottür, die bald in die Ausstellungsräume einzieht, gehören dazu auch sogenannte „Shou Sugi Ban“-Türen. Dabei handelt es sich um eine jahrhundertealte japanische Verarbeitungsart, bei der Holz durch Verbrennen konserviert wird. Das Ergebnis: Ein edles Material in schwarzer, matter Optik. Über die neuen Produkte im Exklusiv-Sortiment freut sich auch Leon Kraguljac: „Es macht Spaß, diese hochwertigen Produkte zu verkaufen.“

Das Unternehmen ist gesund gewachsen

Nicht nur die neue Webseite der Firma Schilder kann sich sehen lassen. Seit Dalibor Kraguljac das Unternehmen 2018 übernommen hat, geht es steil nach oben: Die Zahl der Mitarbeiter ist in dieser Zeit von drei auf neun gestiegen, die Kundenbewertungen sind durchgehend positiv. „Wir sind sehr gesund gewachsen“, weiß Leon Kraguljac. Seit der Übernahme hat sich außerdem der Sitz der Firma Schilder verändert – inzwischen wurde der in die Aldinger Straße verlegt. Dort hat das Unternehmen eine alte Scheune bezogen und diese eigenhändig renoviert. „Das war eine Menge Arbeit“, erinnert sich der Sohn des Inhabers. Der Aufwand hat sich gelohnt: Auf 300 Quadratmetern werden hier alle Produkte in bestem Lichte präsentiert. „Die Kunden können sich im Internet zwar informieren“, erklärt der Junior. „Aber es ist immer etwas Anderes, wenn man die Fenster und Türen vor Ort sehen und anfassen kann.“ Weil nicht viele Anbieter eine so große Ausstellungsfläche hätten, würden die Kunden auch mal 150 Kilometer fahren, um hier ein Fenster, eine Tür oder einen Sonnenschutz zu bestaunen. „Wir haben hier nichts zu verstecken“, ergänzt Leon Kraguljac. „Wir bieten Qualität, und das zeigen wir auch.“

Fragen nach Sicherheit und Energieeffizienz

Über die Jahre habe sich auch einiges verändert, weiß Dalibor Kraguljac – der Experte ist seit 30 Jahren dabei, konnte die Entwicklungen also aus erster Reihe beobachten. Die Digitalisierung beispielsweise mache auch vor seinem Berufsfeld keinen Halt. Ein Türöffner per Fingerscan oder intelligenter Sonnenschutz seien schon gang und gäbe, erklärt er. Diese Produkte ließen sich inzwischen häufig über das Smartphone steuern – Stichwort „Smart Home“. Das Internet verändere aber auch den Umgang mit den Kunden. „Die sind jetzt viel informierter“, findet Kraguljac. „Das macht auch unsere Arbeit leichter, weil sie oft schon genau wissen, was sie wollen.“ Themen wie Sicherheit würden vermehrt angesprochen. „Durch die Medien wissen die Leute Bescheid“, weiß der Schilder-Inhaber. „Sie sind aufgeklärt und wollen sich schützen.“ Auch Wärmedämmung und Energieeffizienz seien den Kunden wichtig. „Das spart auch Kosten.“ Vermehrt würden die Kunden außerdem nachfragen, ob die Firma Schilder eigene Monteure habe, setzen ihr Vertrauen also lieber in ein bekanntes Gesicht. Für diese Kunden hat Kraguljac eine gute Nachricht: „Wir haben von Anfang bis Ende alles in der Hand.“

Gute Arbeit im Vater-Sohn-Duo

Feste Pläne für die Zukunft schmiedet das Team der Firma Schilder nicht, zuversichtlich ist der Inhaber des Unternehmens aber trotzdem. Auch sein Sohn glaubt daran, dass es weiterhin ein großes Potenzial für Wachstum gibt. Die Frage, ob Dalibor Kraguljac stolz auf seine Leistung als Geschäftsführer ist, beantwortet er erst nach kurzem Überlegen: „Stolz muss nichts Großes sein“, findet er. „Ich bin stolz, wenn ich zufriedene Kunden habe. Das ist das Schönste.“

Dass sein Sohn, der Wirtschaftswissenschaften studiert hat und schon damals als Werkstudent bei der Firma Schilder tätig war, nun komplett mit eingestiegen ist, freut ihn – auch, weil Leon Kraguljac seine Expertise aus dem Studium einbringen konnte und so beispielsweise die Abläufe in der Auftragsabwicklung und auch im Marketing optimiert hat. Es laufe also alles wunderbar im Vater-Sohn-Gespann, „solange er auf mich hört“, fügt der Schilder-Inhaber noch verschmitzt hinzu. „Das mache ich auch“, erwidert Leon Kraguljac lachend, betont dann aber noch einmal in aller Ernsthaftigkeit: „Dass ich später hier arbeiten will, war für mich überhaupt keine Frage.“ she