Professionelle Aufbereitungen für Fahrzeuge sind im Preisrahmen von 250 bis 1000 Euro beim Aufbereiter möglich. Wer selbst Hand anlegen will, erhält Tipps für den richtigen Glanz und Duft im Ratgeber und spart langfristig Geld.
    

Schnee, Salz, Eis und Kälte machen dem Lack im Winter zu schaffen. Nicht zuletzt deshalb, weil die Autowäsche in den Wintermonaten gerne vernachlässigt wird. Denn wer will sich schon in die Kälte stellen und selbst zum Eiszapfen werden? Sobald der Frühling die ersten Vorboten schickt, lohnt es sich aber, das eigene Fahrzeug wieder in Schuss zu bringen.

Auto Haass GmbH

Zuerst einmal ist eine gründliche Autowäsche in der Waschstraße nötig, die den groben Schmutz entfernt. Keinesfalls sollten hier Programme mit Heißwachs gewählt werden, da Wachse vor der Politur wieder entfernt werden müssen. Um bei der anschließenden Aufbereitung Zeit zu sparen, können wahlweise auch zwei Handwäschen mit einem Autoshampoo (ohne Wachs) und einem Mikrofaserschwamm durchgeführt werden. Damit wird der Schmutz tiefer und gründlicher entfernt. Außerdem fallen bei der manuellen Arbeit gleich die Problemzonen auf. Auch eine Unterbodenwäsche sollte in Betracht gezogen werden, um das Salz aus den Hohlräumen zu spülen.

Um Teerflecken, Vogelkot oder Spuren eingeschlagener Insekten zu entfernen, empfiehlt sich Reinigungsknete. Um damit zu arbeiten wird ein Primer aufgetragen und ein Stück Reinigungsknete tellerförmig geformt und über den Autolack bewegt. Dabei zieht die Knete alle oberflächlichen Anhaftungen vom Lack herunter. Alternativ, aber auch ergänzend, ist ein Lackreiniger der richtige Weg, um ihn auch in der Tiefe vom Schmutz zu befreien. Vorsicht ist generell bei Teer-Entferner geboten: Wer ihn zu lange einwirken lässt, kann den Lack rasch beschädigen.

Im nächsten Schritt kommt eine abrasive Schleifpolitur zum Einsatz, die mit der Excenter-Poliermaschine aufgetragen und auspoliert wird (nur bei verwitterten Lacken). Zum Auftragen mit dem Schaumstoffpad sollte ein niedriger Gang gefahren werden, anschließend auf mittlerer Stufe das Anpolieren gestartet werden. Auf den höheren Stufen kann nun das Auspolieren stattfinden, bei dem sich die Politur zu Staub pulverisiert und anschließend mit dem Mikrofasertuch entfernt werden kann. Poliert wird im wechselnden Kreuzstich (von oben nach unten, dann von links nach rechts und erneut) – das gleiche Prinzip wie beim Rasenmähen.

Beim Polieren ist generell darauf zu achten, den Lack nicht zu heiß zu polieren, ansonsten drohen Lackschäden. Um das zu verhindern, kann etwas Leitungswasser auf den Lack gegeben oder ein niedrigerer Gang gefahren werden. Auch die übermäßige Zugabe von Politur ist kontraproduktiv und führt nur zu schlechten Ergebnissen und einer anschließenden Putzorgie. In keinem Fall sollte die Politur großflächiger als eine halbe Motorhaubenfläche erfolgen. Sonst trocknet die Politur schon im Vorfeld an und das Arbeiten erschwert sich.

Ist die Hochglanz-Politur erfolgreich abgeschlossen und der gewünschte Glanzgrad erreicht, folgt die Versiegelung. Für Autofahrer, die ihr Fahrzeug mit der Hand waschen, empfiehlt sich Carnauba-Wachs, das entweder mit der Hand oder einem weichen Polierschwamm aufgetragen wird. Nach einer kurzen Einwirkzeit von etwa ein bis zwei Minuten können die Rückstände mit einem Mikrofasertuch auspoliert werden.

Im Zweifelsfall wird geraten, sich von einem Profi vor Ort beraten zu lassen, ein Autopflege-Seminar mitzumachen oder gleich den Profi zu beauftragen. ampnet/deg


Notbremsassistenten sind keine Klassenfrage

Der ADAC hat Notbremsassistenten getestet. Das Gesamtergebnis ist erfreulich. 19 der getesteten Fahrzeuge haben ein Notbremssystem, das die Sicherheitsanforderungen von Euro NCAP zu mehr als 90 Prozent erfüllt.

Die vorderen Plätze besetzen die Klein- und Mittelklassewagen. Auf Platz eins landet der VW T-Cross, dicht gefolgt vom Nissan Juke, dem Tesla Model 3 und dem Skoda Kamiq.

Das System des Porsche Taycan kann den Unfall bis einschließlich 20 km/h nicht vermeiden. Dadurch wird die Bewertung im innerstädtischen Bereich auf 0 abgewertet, obwohl die Funktionalität generell vorhanden ist. So landet der Porsche Taycan auf Platz 38. Der VW Sharan versagt hinsichtlich der Fußgängererkennung und belegt damit nur Platz 44. Knapp dahinter der Kia Ceed, der sowohl Fußgänger als auch Radfahrer ignoriert.

Um herauszufinden wie gut Notbremssysteme funktionieren, hat der Automobilclub ADAC die Ergebnisse der Euro-NCAP-Tests von insgesamt 48 Autos aus dem Jahr 2019 gesondert ausgewertet. Für das Ranking der Notbremssysteme wurden folgende Kategorien überprüft: Notbremsfunktion im innerstädtischen Bereich (20 Prozent), Notbremsfunktion auf Fußgänger bei Tag und bei Nacht (25 Prozent), Notbremsfunktion auf Radfahrer (25 Prozent), Notbremsfunktion im außerstädtischen Bereich (30 Prozent).

Insgesamt zeigt die Auswertung, dass gut funktionierende Notbremsassistenten keine Domäne der hochpreisigen und äußerst bekannten Fahrzeugmodelle sind, sondern selbst Kleinwagen mit guten Systemen aufwarten.

Ab 6. Juli 2022 sollen Notbremsassistenten für neue Fahrzeugtypen verpflichtend sein. Ab 7. Juli 2024 für Neuzulassungen. ampnet/deg