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Beruf & Weiterbildung

Digitale Beziehung

Ein Sprachassistent kann viele Funktionen haben

Ergänzung – kein Ersatz.: der Sprachassistent. Foto: dpatmn/Franziska Gabbert

17.05.2021

Für viele Menschen gehören Sprachassistenten längst zum Alltag. Sie beantworten Fragen, helfen, schnell an Informationen zu gelangen, spielen auf knappen Befehl hin Musik oder erinnern an Termine. Durch freundliche Stimmen und vorprogrammierte Antworten auf lustige oder philosophische Fragen könnte man fast den Eindruck gewinnen, dass man eine Art Beziehung pflegt. Aber auch nur fast. Denn in der Interaktion mit Technik vermenschlichen Menschen gern Objekte, um Prozesse zu erklären, die sie sonst nicht verstehen, sagt Esther Görnemann von der Wirtschaftsuniversität Wien. Grundsätzlich betrachtet seien Sprachassistenten ja erst einmal nur ein weiteres Medium, um Kommunikation zu führen und Dinge zu beschleunigen, meint Prof. Andreas Dengel, Direktor des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI). Als Seelentröster würden sie hingegen nicht taugen. Zwischenmenschliche Kommunikation sei vielschichtiger und vieldimensionaler als es eine Konversation mit einem Sprachassistenten sein könnte.

Neben Risiken bieten die Sprachassistenten Chancen. Gerade für ältere Menschen können sie einen Zuwachs an Freiheit bedeuten. Ein Sprachassistent kann als Begleiter bei bestimmten Themen helfen, indem er etwa an Termine erinnert oder daran, Medikamente einzunehmen. Geeignet ist er auch für ältere Menschen, die vielleicht nicht mehr so gut tippen oder auf einen Bildschirm schauen können. Den Sprachassistenten kann man auffordern, jemanden anzurufen, ganz ohne Nummernsuche. dpa