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Familie & Leben

Endlich grillen – aber sauber

Wie man seine Abfälle nach dem Grillen richtig entsorgt

Die Würstchen kommen auf den Grill - die Kunststoffverpackung hingegen in die Gelbe Tonne. Foto: z/Tkachenko Alexey - stock.adobe.com

20.07.2021

Grillen ist eine der liebsten Freizeitbeschäftigungen der Deutschen. Hinterher die Abfälle korrekt zu entsorgen, ist dagegen eher lästige Pflicht – jedoch unverzichtbar! Die Verpackungen von Grillgut oder -beilagen aber auch Glasflaschen und Papier können recycelt werden. Laut des Freiburger Öko-Instituts kann das Recyceln von Verpackungen aus der Gelben Tonne sowie aus Glas, Papier, Pappe und Karton jährlich mindestens 3,1 Tonnen CO2 einsparen.

BESCHICHTETES PAPIER KOMMT IN DIE TONNE

Restmüll und Verpackungen können direkt vor Ort getrennt gesammelt werden, wenn man direkt neben dem Grill verschiedene Behälter für Abfälle aufstellt. Das spart hinterher viel Arbeit – und zwar nicht nur im eigenen Garten oder auf dem Balkon. Auch bei Grillpartys im Park gehören Tüten für die verschiedenen Abfälle ins Gepäck, damit der Müll nicht liegen bleibt, sondern später zu Hause getrennt entsorgt werden kann.

Leere Verkaufsverpackungen aus Kunststoff, Aluminium, Weißblech und Verbundmaterialien kommen in die Gelbe Tonne. Beim Grillen sind das zum Beispiel Kunststoffverpackungen – dazu zählen auch Styroporschalen – von Steaks, Würstchen oder Gemüseburgern, genauso wie mit Kunststoff beschichtetes Papier, das Metzger häufig an der Frischetheke verwenden. Auch Konservendosen, zum Beispiel für Gemüsemais, sind ein Fall für die Gelbe Tonne.

Sind Verpackungen jedoch stark verschmutzt, etwa mit viel Marinade, gehören sie in den Restmüll.

Alufolie, zum Beispiel für Folienkartoffeln, oder Alu-Grillschalen für Fleisch oder Gemüse hingegen sind keine Verpackungen und gehören deshalb nicht in die Gelbe Tonne, sondern in den Restmüll. Die einzige Ausnahme sind Regionen, in denen Verpackungsabfälle und stoffgleiche Abfälle in Wertstofftonnen gesammelt werden.

Ketchup- oder Mayo-Flaschen aus Kunststoff oder Aluminium gehören wie auch leere Senftuben in die Gelbe Tonne. Dagegen kommen leere Gläser von Soßen in die Altglascontainer.

Wie sieht es mit Getränken aus? Getränkekartons und Kronkorken sind ein Fall für die Gelbe Tonne. Glasflaschen ohne Pfand werden nach Farben sortiert und kommen i in die passenden Altglas-Container.

Essensreste dürfen in den Biomüll. Dazu gehören zum Beispiel abgeknabberte Maiskolben oder die Schalen von Wassermelonen. Genauso dürfen Brotreste, Salatabfälle und alle weiteren Speisereste, roh oder gegrillt, in den Biomüll. Auch Fleisch- und Fischreste oder die Knochen von Kotelett und Hühnchen gehören in die Biotonne – das wissen viele nicht.

WAS DARF IN DEN BIOMÜLL?

Nach dem Aufräumen bleibt eine Frage offen: Wohin mit gebrauchten Papierservietten oder Tischtüchern aus Papier? Grundsätzlich gilt hier, dass die Verpackungen aus Karton oder Papier wie Papiertüten aus der Metzgerei, Bäckerei oder vom Obstladen ins Altpapier kommen. Genau wie Faltschachteln und Umverpackungen aus Papier oder Karton.

Küchentücher oder Papierservietten – gebraucht oder ungebraucht – müssen in den Restmüll. Das gilt auch für Tischtücher aus Papier, da sie oft beschichtet sind.

Schließlich muss auch die Grillkohle korrekt entsorgt werden. Wichtig ist: Sie muss abgekühlt sein. Die erkaltete Asche gehört, in Beutel verpackt, in die graue Restmülltonne. ots