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Immobilie

Ökologisch bauen: 6 Tipps zu Gründach-Varianten

Sie sorgen für ein besseres Mikroklima, werten das Eigenheim auf und tragen zum nachhaltigen Wohnen bei

Die Begrünung von Dachflächen ist ein wichtiger Beitrag zum ökologischen Bauen. Foto: djd/Paul Bauder

28.02.2022

Grundstücke in Neubaugebieten werden tendenziell immer kleiner, damit schrumpfen zugleich die Gärten, während der Anteil der versiegelten Fläche zunimmt. Warum also nicht ein Stück Natur aufs Dach holen? Ein Gründach ist eine Bereicherung für das eigene Zuhause ebenso wie für das Mikroklima in der Stadt. Nachfolgend Tipps rund um Gründächer und ihren Varianten.

1. Welche Vorteile bieten Gründächer?

Unabhängig von der Variante weisen Gründächer einige grundsätzliche Vorteile auf: Sie wirken der Flächenversiegelung entgegen, setzen grüne und bunte Farbtupfer in der Stadt und fördern durch den Pflanzenwuchs ein besseres Klima.

Aus diesem Grund unterstützen viele Kommunen vor Ort die Anlage einer Dachbegrünung durch Nachlässe etwa bei den Abwassergebühren.

2. Was bedeutet extensive Dachbegrünung?

Bei der extensiven Dachbegrünung handelt es sich um die einfache Einstiegsvariante. Als Leichtvariante lässt sie sich vielerorts problemlos anlegen – auch nachträglich. Sie schmückt das Dach mit einem dichten grünen Teppich. Vorteil für die Bewohner: Dieses Gründach benötigt nur wenig Pflege. Ein gelegentliches Düngen und das Entfernen von Unkraut reichen bereits aus.

3. Ein Biotop auf dem Dach schaffen?

Wer höhere Ansprüche an die eigene Dachbegrünung hat und etwas für die Artenvielfalt tun möchte, kann eine extensive Begrünung als ökologisch wertvolles Dachbiotop planen. Dabei wird eine vielfältige grüne Landschaft auf dem Garten angelegt, eine insektenfreundliche Samenmischung verwandelt die Fläche in eine kunterbunte Blühweise für mehr Artenreichtum. Dachdämmungshersteller bieten Komplettsysteme für einen langlebigen und dichten Gründachaufbau als Biotop.

Gründächer bringen mehr Natur in die Stadt und unterstützen so ein gesundes Mikroklima. Foto: djd/Paul Bauder
Gründächer bringen mehr Natur in die Stadt und unterstützen so ein gesundes Mikroklima. Foto: djd/Paul Bauder

4. Intensive Dachbegrünung: Ein Garten in luftiger Höhe?

Der Name lässt es erahnen: Die sogenannte intensive Dachbegrünung entspricht dem Wunsch, einen vielfältigen Garten zu schaffen. Diese Gründach-Variante ist vor allem bei Hauseigentümern beliebt, welche die Dachfläche auch zum Entspannen und Sonnenbaden nutzen möchten.

Dazu bietet die Gestaltung durch erfahrene Fachbetriebe alle Freiheiten: Beete und eine Dachterrasse zum Entspannen lassen sich einrichten, Gehwege anlegen, selbst das Pflanzen von Bäumen und größeren Büschen ist möglich. Insgesamt präsentiert sich die Bepflanzung hier vielseitiger und damit attraktiver als bei einer extensiven Begrünung – allerdings sie braucht auch mehr Pflege. Tipp: Mit einer intensiven Dachbegrünung schützen Sie das Dach dauerhaft vor Temperaturextremen, UV-Strahlung und mechanischer Beschädigung.

5. Lassen sich Schrägdächer begrünen?

Ja, selbst schräge Dachflächen können sich begrünen lassen – auch nachträglich. Eine Herausforderung dabei: Weil Wasser nun einmal nach unten fließt, sind hier spezielle Lösungen gefragt. Es gibt jedoch verschiedene Systeme, die für Dachneigungen zwischen fünf und 25 Grad geeignet sind.

6. Ein grünes Dach für die Garage?

Nicht nur das Eigenheim bietet eine Dachfläche, die sich begrünen lässt. Auch konventionelle Garagen lassen sich mit einem Gründach optisch und ökologisch aufwerten. Dachfachbetriebe in der Region können zu den Möglichkeiten beraten. djd