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Familie & Leben

Stauden und Wildpflanzen sind erste Wahl

Der Aufwand für Grabpflege lässt sich durch die richtige Pflanzenwahl beeinflussen

Auch die Sedum-Gewächse blühen – und sind genügsam. Foto: dpa-tmn/Andrea Warnecke

8.03.2021

Wenn ein lieber Mensch verstorben ist, gehört auch die Wahl der Bestattung und damit auch Art der letzten Ruhestätte zu den Fragen, die rasch entschieden werden müssen. Dabei darf nicht vergessen werden, dass es gerade für die Hinterbliebenen oft wichtig ist, einen Ort zu haben, an dem sie des oder der Verstorbenen gedenken können.

ZEICHEN DER WERTSCHÄTZUNG

Je nachdem, für welche Art der Bestattung die Entscheidung gefallen ist, unterscheiden sich auch die Form und der Aufwand für die Grabpflege. Diese ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, dem oder der Verstorbenen auch über den Tod in hinaus seine Wertschätzung und Zuneigung auszudrücken. Grundsätzlich gilt: Es besteht immer die Möglichkeit, sich selbst um die Grabpflege zu kümmern oder diese, beispielsweise, weil man zu weit weg von der Grabstätte wohnt, um regelmäßig selbst vor Ort zu sein, an eine Gärtnerei oder einen anderen Dienstleister zu übergeben.

Bei der Erdbestattung entsteht naturgemäß eine größere zu bepflanzende Fläche. Weniger Raum beansprucht ein Urnengrab nach einer Feuerbestattung. Ohne Bepflanzung kommt eine Urnen-Ruhestätte in einem sogenannten Kolumbarium aus. Wird die Urne in einem Friedwald beigesetzt, kümmert sich meist der Förster.

Günstig ist es in jedem Fall, für eine Bepflanzung zum Beispiel Staudenmischungen oder sogenannte versamende Wildpflanzen auszuwählen, die außerdem Insekten wichtige Nahrung bieten können. Eine solche sogenannte Dauerbepflanzung ist in der Regel pflegeleicht. Wer sich für trockenheitstolerante, heimische Wildstauden entscheidet, kann beispielsweise so den Gießbedarf stark reduzieren.

WILDPFLANZEN SIND OFT PFLEGELEICHT

Viele dieser Wildstauden wachsen zudem an nährstoffarmen Standorten und benötigen daher weder Düngung, Blumen- oder Komposterde, welche die Ansiedlung nährstoffliebender Unkräuter fördern kann. Diese müssten dann regelmäßig gejätet werden, damit das Grab nicht schnell ungepflegt aussieht. Wildpflanzen, die sich für eine pflegeleichte Grabbepflanzung eignen, sind etwa Natternkopf, Wiesensalbei und Taubnessel.

Wichtig sind überdies die jeweiligen Standortbedingungen, Licht- und Bodenverhältnisse. In manchen Regionen kann der Austausch der Erde sinnvoll sein. red