Kreissparkasse Ludwigsburg

Für viele junge Leute gehört der Pkw-Führerschein noch immer zum Erwachsenwerden dazu, verheißt er doch Unabhängigkeit. Mit der Fahrerlaubnis allein ist es meistens jedoch nicht getan, ein fahrbarer Untersatz muss her. Und der kostet nicht nur in der Anschaffung Geld; die obligatorische Versicherung kann ganz schön teuer sein. 

Fahranfänger beziehungsweise junge Fahrer werden von den Versicherungsgesellschaften in die Schadenfreiheits-( SF)-Klasse 0 eingestuft. Das ist die niedrigste und damit teuerste Stufe. Hier wird der volle Beitrag fällig. Die Gründe dafür liegen in dem erhöhten Unfallrisiko von jungen Fahrern. Mit jedem schadensfreien Jahr sinkt aber der Beitragssatz. Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, die Kosten für die Versicherung zu reduzieren. Am günstigsten ist es für Fahranfänger, wenn sie Fahrzeuge von Eltern, Geschwistern oder Großeltern benutzen dürfen. Wichtig ist aber, dass der Versicherung mitgeteilt wird, dass nun ein unerfahrener Fahrer das Steuer zumindest immer mal wieder übernimmt. Zwar steigen durch die Meldung die Versicherungsbeiträge. man ist im Falle eines Falles aber richtig versichert und es gibt keinen Ärger mit der Assekuranz. 

Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass Eltern oder Großeltern das Auto des Nachwuchses als Zweitwagen versichern und den Fahranfänger als Fahrer bei der Versicherung eingetragen lassen. In der Regel erhält der Zweitwagen die SF-Klasse ½. Manche Versicherer orientieren sich sogar an der SF-Klasse des Erstfahrzeugs.

Nach einigen Jahren Fahrpraxis kann es sich lohnen, sich selbst zu versichern. Ein guter Einstieg ist dabei, die SF-Klassen aus Versicherungsverträgen von Eltern oder Großeltern zu übernehmen. In Frage kommen etwa Verträge aus einer Zweitwagen-Versicherung oder eines Motorrads oder aber Verträge von älteren Fahrern, die beabsichtigen, ihr Auto abzumelden. Allerdings kann man nur so viele Klassen übernehmen, wie man selbst seit des Führerscheinerwerbs bei einer Versicherung erhalten hätte. Wer zum Beispiel mit 25 Jahren nach acht Jahren Führerschein-Besitz (Führerschein mit 17) ein Auto versichern möchte, kann maximal acht Klassen übernehmen. Das ist jedoch meist günstiger als der teure Einstieg in die SF-Klasse 0 und ½.

Ein weiteres Sparpotenzial besteht darin, bei der Wahl des fahrbaren Untersatzes auf die Typklasse des Fahrzeugs zu achten. Fahrzeugmodelle werden von den Versicherungen je nachdem wie viele Schäden und Unfälle mit ihnen verursacht werden, in Typklassen eingeordnet. Außerdem fließen Bewertungen zum Baujahr und der Motorisierung in die Kalkulation ein. Vereinfacht lässt sich sagen, je höher die Typklasse, desto teurer ist die Versicherung. Auf der Internetseite des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) (www.typklasse.de) kann man einfach checken, wie das Wunschauto bei Haftpflicht, Teil- und Vollkasko eingestuft ist.

Der Fahranfänger wohnt noch zuhause und das Auto parkt in einer Garage oder unter einem Carport. Prima, meist gewähren Versicherungen auf einen solchen sicheren Abstellplatz Rabatte. Die ganze Familie ist bereits mit ihren Fahrzeugen bei einem Anbieter versichert? Das nächste Auto könnte einen Rabatt erhalten. Wer seinen Fahrstil durch Telematikdienste überwachen lassen möchte, kann ebenfalls sparen. Und Fahranfänger, die bereits mit 17 den Führerschein machen, profitieren oftmals von Vergünstigungen. Das Jahr Fahrpraxis unter Aufsicht werten Kfz-Versicherer oft als Gewinn für die Fahrpraxis und gewähren Nachlässe. Ähnlich gehen Versicherer mit einem absolvierten Fahrsicherheitstraining um. SP-X