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KFZ

Viele Wege zum Klimaschutz

Biokraftstoff als Baustein der Energiewende

An vielen Stellen werden Verbrennungsmotoren auch künftig unentbehrlich sein. Mit Biokraftstoffen sind sie wesentlich klimafreundlicher unterwegs. Foto: djd/www.biokraftstoffverband.de

20.10.2021
Kreissparkasse Ludwigsburg

Der Anteil erneuerbarer Energien muss in allen Lebens- und Wirtschaftsbereichen steigen, um die ehrgeizigen Ziele des Klimaschutzgesetzes bis 2030 zu erreichen. Darüber herrscht weitgehend Einigkeit. Klar ist, dass es nicht den einen Königsweg zum Klimaschutz gibt, sondern dass an vielen Stellen parallel angesetzt werden muss. Wind-, Wasser- und Sonnenkraft liefern grünen Strom, im Verkehrssektor spielen neben der Elektromobilität auch Biokraftstoffe eine wichtige Rolle. Verbrennungsmotoren werden mittelfristig nicht aus dem Straßenbild verschwinden, doch mit Kraftstoff vom Feld können sie deutlich umwelt- und klimafreundlicher bewegt werden.

Im Vergleich zu fossilen Kraftstoffen senken Biokraftstoffe den Ausstoß an Treibhausgasen erheblich. Laut dem Verband der Deutschen Biokraftstoffindustrie (VDB) verringert Bioethanol aus Getreide verglichen mit fossilem Kraftstoff die Emissionen um über 70 Prozent, Biodiesel aus Raps um mehr als 65 Prozent und Biodiesel aus Abfall sogar um über 90 Prozent. Die Kraftstoffe, die auf nachwachsender Basis erzeugt werden, können also einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

Der weitaus größte Teil des Biodiesels in Deutschland wird aus Raps gewonnen. Unter www.biokraftstoffverband. de finden Interessierte mehr Wissenswertes zum „Sprit vom Acker“. Die typischen, in Rapsgelb getauchten Ackerflächen, die mit ihren Blüten eine wichtige Nahrungsquelle für Bienen darstellen, sind auch bei Landwirten beliebt. Schließlich ist Raps eine vielseitige Ölpflanze, die zur Stickstoffbindung im Boden und zur Lockerung der Erde beiträgt. Sie wird daher gerne in der Fruchtfolge abwechselnd zum Beispiel mit Weizen und Gerste ausgesät. Zum anderen findet Raps zahlreiche unterschiedliche Anwendungen.

Die Ernte wird in Ölmühlen gepresst, dabei entsteht zu rund 40 Prozent Pflanzenöl, das zu Biodiesel weiterverarbeitet werden kann, gleichzeitig fällt als Koppelprodukt Glycerin an. Aus 60 Prozent der Ernte entsteht wertvolles eiweißreiches Futtermittel. Dieses kommt zum Beispiel in der Milchviehwirtschaft zum Einsatz. Biokraftstoff aus deutscher Herstellung bringt also neben Energie für unsere Mobilität auch Milch, Quark und Co. auf unseren Tisch. djd