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Finanzen

Vorsicht bei Schnäppchen

Geldanlage: Beim Goldkauf sollte Sicherheit oberstes Gebot sein

Nur Experten können die Qualität eines Goldbarrens beurteilen.
Foto: z/djd/Xetra-Gold/Umicore/Dimitri Lowette

25.01.2021
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Krisensituationen wie die Corona-Pandemie lösen oftmals einen regelrechten Kaufrausch bei Goldbarren aus. Davon versuchen auch unseriöse Goldhändler zu profitieren, indem sie minderwertige Produkte oder Fälschungen anbieten. So gibt es Fake-Shops, die sich mit renommierten Namen schmücken. 

Bestanden Fälschungen früher aus einem Halbedelmetall wie Kupfer oder Messing, das mit einer Goldschicht überzogen wurde, wird heute bevorzugt ein Wolframkern verwendet. Wolfram hat fast genau die gleiche Dichte wie Gold, sodass es ausgeklügelter Verfahren bedarf, um Fälschungen zu identifizieren. „Für Goldexperten, die bei Juwelieren oder Banken tätig sind, ist das kein Problem – für Laien ohne Spezialkenntnisse jedoch schon“, warnt Steffen Orben, Geschäftsführer der Deutsche Börse Commodities.

Die Mehrzahl der Privatanleger kann ebenso wenig die exakte Qualität eines Goldbarrens wie auch die Herkunft des verwendeten Edelmetalls beurteilen. Dafür gibt es einen Standard, den die meisten renommierten Goldhersteller erfüllen: das „Good Delivery“-Zertifikat der LBMA (London Bullion Market Association). „Die Zertifizierung erfolgt nur nach Erfüllung strenger Vorgaben hinsichtlich der Ausmaße, des Gewichts und des Aussehens sowie der Stempelung von Goldbarren“, erläutert Steffen Orben.

Bereits mit der Entscheidung, wo man Goldbarren erwirbt, kann man das Risiko auf nahezu null senken. Gold sollte vorzugsweise bei Händlern gekauft werden, die selbst in der Lage sind, Fälschungen zu entlarven. Bei Online-Shops und Auktionshäusern gilt: Sonderangebote sind in aller Regel suspekt und sollten eher gemieden werden. Zwar sind die Handelsspannen gerade bei kleineren Mengen Gold relativ weit, können jedoch niemals einen Großteil des Preises ausmachen. djd